PIERRE ROTH – SYSTEMISCHE THERAPIE

Systemisch Denken

 

Jeder Mensch kann in seinem Leben in Situationen geraten, die ihn schwer belasten und in denen er mit seinen Lösungsversuchen
alleine nicht weiterkommt. Wenn Sie sich fragen, ob Systemische Therapie für Sie die passende Beratungsform ist, können Ihnen folgende Informationen weiterhelfen.

 

Was ist Systemische Therapie?

Systemische Therapie ist ein eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren mit einem reichhaltigen Repertoire an Methoden und Anwendungsbereichen.

Die Systemische Therapie ist am 14.12.2008 vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) nach §11 PsychThG als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren erklärt und für die vertiefte Ausbildung von Psychotherapeuten sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche empfohlen worden.

Die Systemische Therapie begann vor 40 Jahren als Familientherapie und wird heute erfolgreich in der Arbeit mit Einzelpersonen, Paaren und Gruppen angewendet. Andere Therapieansätze haben inzwischen viele Elemente ihrer Sichtweise übernommen.

 

Der
Mensch in seinem Beziehungssystem

Für das seelische Wohlbefinden eines Menschen hält die Systemische Therapie das Beziehungssystem, in dem er lebt (Paar, Familie, Arbeitsteam, usw.) oder das ihn in früheren Zeiten geprägt hat (Herkunftsfamilie) für eben so wichtig wie seine eigene Persönlichkeitsstruktur.

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Auszug aus einem Genogramm: Jens ist „Symptomträger“


L= Leistung; P=Problem; H= Helfertätigkeit

 

Bei belastenden Symptomen fragt sie, ob diese nicht Auswirkung von problematischen Beziehungsmustern oder überholten Verhaltensregeln sein könnten, die sich im Laufe der Zeit innerhalb des Systems entwickelt haben. Wollte man das Symptom beseitigen, ohne diese „systemische“ Problematik zu betrachten, kann eine Besserung nicht von Dauer sein.

Familienaufstelllung

 

Blick in die
Kindheit mit Figuren:

 

Vater steht auf einem Podest

 

Mutter schützt das Kind vor dem Vater…



Systemische Therapiearbeit hilft…

  • problematische Beziehungsformen und Verhaltensmuster als Quelle eines Leidens erkennbar zu machen
  • neue befriedigendere Kommunikationsformen und Sichtweisen zu erarbeiten und einzuüben
  • Ressourcen, wie Energie, Kreativität, Fürsorge, die oft im Symptom verborgen sind, zu reaktivieren und für neu definierte Ziele einzusetzen 

 

Systemische Arbeit schafft neue Wirklichkeit

 

Durch die systemische Arbeit gewinnen die Beteiligten ihr Vertrauen in sich zurück, finden neue Wege des Zusammenlebens und sehen ihre Situation mit anderen Augen.

Der Einzelne spricht für sich und respektiert die Andersartigkeit des Anderen.

Grenzüberschreitungen kann er selbstbewusst entgegentreten und dennoch mit dem Anderen verbunden bleiben.